Biografische Skizze

Nach dem Abitur habe ich an der TH Braunschweig elektrische Meßtechnik studiert (Abschluß: Diplom-Ingenieur), danach als natur-wissenschaftlich-technischer System-Analytiker und Programmierer gear­beitet: zuerst als Angestellter in Industrie und Unternehmens-Beratungen, später als Frei­berufler / Selbstständiger.

In einer intensiven Analytischen Psychotherapie (tiefenpsycholog. Gruppen-/ Einzel-Pt nach C. G. Jung) bin ich ein ganz neuer Mensch geworden. In dieser Therapie bin ich nie „behan­delt“ worden, sondern ich habe mich unter der liebevollen Anleitung der Therapeuten aus meiner emotionalen Starre gelöst und zu den Quellen meiner inneren Kraft gefunden.

Aus Begeisterung darüber, wie sehr ich mich in der Therapie wandeln konnte (nicht: thera­piert wurde), habe ich mich entschlossen Psychotherapeut zu werden. Dazu hatte ich das wichtigste Rüstzeug schon in der Therapie erworben: Selbst-Erkenntnis, Selbst-Bewusstsein („sich seiner selbst bewusst sein“), Intuition, Toleranz, Einfühlungs-Vermögen in die Persönlich­keit und absoluten Respekt vor dem „So-Sein“ anderer und zugleich eine persönliche Sou­veränität gegenüber der Meinung anderer über mich.

Das spätere „Kopf“-Studium der Psychologie an der Universität Bonn war zwar theoreti­sche und berufsrechtliche Voraussetzung für die Approbation als Psychotherapeut. Basis meiner Arbeit ist aber die in der eigenen Therapie und in der späteren Fortbildung gewon­nene Selbsterfahrung.

Tiefenpsychologen (Geisteswissenschaftler) und System-Analytiker (Naturwis­sen­schaftler) sehen die Welt zwar aus verschiedenen Blickwinkeln, ihre Arbeit hat aber auch viel gemein­sam. Als System-Analytiker habe ich gelernt, den „Horizont“ eines zu analysierenden Problems darauf abzusuchen, welche Einfluss-Faktoren (die „Wenns“ und „Abers“) mitspielen könnten.

Denn: wird bei der Entwicklung eines Computer-Programms ein Faktor übersehen, stürzt es irgendwann ab. Mit dieser analytischen Systematik (und meiner Spürnase) kläre ich auch in der tiefen-psychologischen Therapie und Beratung, welche Faktoren beim Thema eines Klienten eine Rolle spielen könnten, so dass ich meistens sehr schnell auf die Knackpunkte komme.

Weil ich selbst Jahrzehnte neurotisch war, spüre ich meist gut, wie sich ein Klient fühlt. Und: da ich an mir erlebt habe, wie sehr ein Mensch in einer Psychotherapie sich ändern kann, bin ich von der Chance jedes Klienten überzeugt, sich in (m)einer Psychotherapie zu wandeln, wenn er das wirklich will. Diesen Optimismus glaube ich auf meine Klienten übertragen zu können. Noch vor meinem Einfühlungs-Vermögen und meiner analyti­schen Systematik ist er mein wichtigstes Handwerkszeug im therapeutischen Prozess.